Amazon KDP
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Amazon KDP startete 2007 als Publishing-Plattform für Kindle-E-Books und integrierte später den Print-on-Demand-Service von CreateSpace für Taschenbücher, sodass ein Autor heute ein E-Book und ein physisches Taschenbuch oder Hardcover aus einem einzigen Konto heraus veröffentlichen kann, ohne zwei getrennte Systeme jonglieren zu müssen. Jedes Buch wird erst gedruckt, nachdem ein Kunde auf Kaufen klickt, es besteht also kein Lagerrisiko, und die Einrichtung ist kostenlos ohne Gebühr pro Titel, was es zum reibungslosesten Startpunkt für einen Erstautor macht, der testen möchte, ob sich ein Buch überhaupt verkauft.
Der Haken: KDPs Druckvertrieb ist im Grunde auf Amazon beschränkt, anders als die Reichweite von IngramSpark in Tausende weitere Händler und Bibliotheken, sodass ein rein über KDP veröffentlichtes Buch nicht bei Barnes & Noble im Regal steht. Für viele unabhängige Autoren ist das ein akzeptabler Kompromiss, da ohnehin ein Großteil der Buchsuche über Amazon läuft. Die Tantiemen auf gedruckte Exemplare fallen niedriger aus als bei E-Books, sobald die Druckkosten abgezogen sind, es lohnt sich also, die Rechnung für ein bestimmtes Format und eine bestimmte Seitenzahl vor der Preisfestlegung genau zu prüfen. Ein starker erster Schritt für jeden Autor, später gut kombinierbar mit IngramSpark für breitere Handelsreichweite.